Die wilden 60er und 70er Jahre sahen so manche Band kommen und gehen.
Nicht nur die großen Namen der Pop-Musik waren betroffen, auch im
farbigen Mikrokosmos der Amateurjazz-Szene überwogen die
Eintagsfliegen. Wir wollen hier ja keine Namen nennen, aber so wirklich
überlebt haben nur die wenigsten.
Dass dazu einmal die Dark Down Stompers, oder wie sie
Eingeweihte nennen, die DDS gehören würden, war zu Beginn
wirklich nicht abzusehen. Da war lediglich ein Haufen Schüler und
Studenten, die ihre Instrumente mehr schlecht als recht zu bedienen
wussten und die Proben mit Vorliebe in den nahe gelegenen Hirschgarten
verlegten.
Das änderte sich erst 1970. Da wollte die Pfarrei St. Willibald, in
deren Keller die restlichen Proben stattfanden, sozusagen die Miete
kassieren und mit den DDS eine Jazzmesse gestalten, die gar im
Fernsehen übertragen werden sollte. Jetzt brach Hektik aus. Man
ersetzte den ausscheidenden Banjospieler durch einen Kollegen, der ca. 3
Griffe mehr beherrschte und begann ernstlich zu üben. Dass das nicht
ohne Erfolg war, bewiesen zahlreiche weitere Jazzmessen in den folgenden
Jahren. Wir greifen ins Archiv und lauschen ergriffen den historischen
Klängen:
Mit den Jahren kam der eine oder andere unvermeidliche Wechsel in der
Besetzung. Trotzdem sind auch heute noch vier Musiker aus der Besetzung
von 1970 dabei. Und es sieht ganz so aus, als würden die Original
Dark Down Stompers noch etliche Jahre zusammen bleiben.

Die Dark Down Stompers 1973